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Aquaplaning ist eine häufige Unfallursache

Bei abgenutzten Stoßdämpfern droht Aquaplaning


aboutpixel.de / Sicherheit © Boscolo
Das gefährliche Aquaplaning beginnt mit defekten Stoßdämpfern schon 16 km/h früher als mit intakten Stoßdämpfern. Bereits bei 15 Prozent geringerer Geschwindigkeit schwimmt das Auto auf, wenn die Dämpfer nicht mehr richtig funktionieren. Schon ab Tempo 77 kann es passieren, abhängig von Wassertiefe, Reifenprofiltiefe und Wagen. Das haben Fahrversuche des TÜV ergeben. In der Kurve verlieren Autos mit schwachen Dämpfern die Lenkfähigkeit und driften zum Straßenrand. So geschehen häufig Unfälle. Auch wenn man geradeaus fährt, reißt der Bodenkontakt des Reifens ab, und das Rad fährt Wasserski. Schnell kann der Wagen dabei ins Schleudern kommen.

"Verschlissene Stoßdämpfer können die Räder nicht fest genug auf die Straße drücken, ein Wasserkeil schiebt sich unter den Reifen", erklärt Experte Hans-Jürgen Link vom nach eigenen Angaben weltgrößten Hersteller KYB (Kayaba). Die schadhaften Dämpfer geben den Rädern nicht mehr genug Kraftschluss, um das Wasser weg zuschieben. Der Schlupf nimmt plötzlich deutlich zu, die Räder drehen durch: Aquaplaning! Ohne Fahrbahnkontakt reagiert das Auto nicht mehr auf Lenkbewegungen, Bremsen oder Ausweichmanöver. Der Fahrer hat keine Kontrolle mehr über seinen Wagen. Wenn ein Rad wieder Kontakt bekommt, aber die anderen noch hilflos schwimmen, kann das Auto blitzartig ausbrechen.

Aquaplaning ist eine häufige Unfallursache. 6670 Pkw-Unfälle durch Regen gab es von Januar bis August 2007 in Deutschland. Der ACE Auto Club Europa warnt, dass die Gefahr, mit seinem Wagen aufzuschwimmen, von Jahr zu Jahr zunimmt.

Wasser auf der Fahrbahn ist in der Kurve besonders tückisch, denn die Bremsen greifen nicht, weil die Reifen bei schlaffen Stoßdämpfern nicht genügend Bodenhaftung haben. Wenn der Pilot das Lenkrad einschlägt, reagiert der Wagen nicht mehr und gleitet auf dem Wasserfilm gefährlich immer dichter auf die Leitplanke oder den nächsten Baum zu.

Deshalb sollte man die Stoßdämpfer regelmäßig überprüfen und mangelhafte auswechseln lassen. Zur Nachrüstung gibt es moderne Gasdruck-Stoßdämpfer von KYB (Kayaba), die 35 Prozent mehr Leistung, größere Sicherheit und besseren Komfort bieten als herkömmliche Öldruckdämpfer.

Quelle: www.openbroadcast.de

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